Notizen

10. Juli 2008

Training 27. Kw – noch 17 Wochen bis Lennep

Einsortiert unter: Ausdauersport — Schlagworte: — HendrikO @ 11:33

Leider verlief die vergangene Woche gar nicht, wie von mir geplant. Nachdem ich mit sehr guten Trainingsergebnissen gestartet war, mußte ich ab dem Donnerstag leider mit dem Lauftraining aussetzen.

Mo: -
Di: 11,5 km lockerer Dauerlauf in 5’32/km
Mi: 5 km Tempodauerlauf in 21:50 -> trotz sehr warmer 28° C im Schatten ganz locker bei 86% der Hfmax
Do: -
Fr: -
Sa: 25 km Rad in 1h09
So: 85 km Rad in 3h45

Der Mittwoch war noch ein motivierender Trainingserfolg. Trotz heißer Temperaturen konnte ich den TDL in gleichmäßigen 4’22/km mit relativ lockeren Beinen und sehr moderatem Puls durchlaufen. Beim nächsten Versuch werde ich wohl mal mit 4’18-4’20/km anlaufen. Gleichzeitig hat sich mein Ruhepuls in den vergangenen Wochen von sonst etwa 50 auf rund 42 Schläge abgesenkt. Wie schon beim Sachsenlauf bestätigt, scheint sich meine Form durch die hohen Umfänge auf einem guten Niveau zu stabilisieren.

Weniger schön ist deshalb, daß seit Mitte der Woche eine Sehne auf der Rückseite des Knies Probleme macht. Ich hatte an dieser Stelle zwar immer wieder mal ein Zwicken und Zwacken – jetzt hat es sich aber leider deutlich verschlimmert. Da bis zum Röntgenlauf noch ausreichend Zeit ist, habe ich deshalb mir und der Sehne ein paar lauffreie Tage gegönnt. Am Dienstag werde ich mal meinen Physiotherapeuten dazu befragen und hoffe, er weiß Rat. Um nicht völlig einzurosten, habe ich mich alternativ auf dem Rad betätigt.

Am Samstag war ich zunächst 25 km Einrollen, um die Stabilität der Sehne zu testen. Da die völlig ruhig blieb, habe ich dann am Sonntag am Fahrradfest der Sächsischen Zeitung teilgenommen.

Pünktlich um 8:45 Uhr (das ist für mich sonntags eine sehr unchristliche Zeit) startete ich zuhause, um zunächst mit der Fähre nach Laubegast überzusetzen.

Zu so früher Stunde strahlt die Sonner erwartungsgemäß mehr als ich.

Von dort aus fuhr ich dann zunächst die knapp zehn Kilometer zum Theaterplatz vor der Semperoper, wo alle Strecken gestartet werden. Als ich dort gegen 9:20 Uhr eintraf, herrschte schon reges Treiben, immerhin nehmen fast 9200 Radler, vom Leistungssportler über die Omi bis zum Enkel, an der Veranstaltung teil.

Startaufstellung für die RTF 3

Pünktlich um 10:00 Uhr erfolgte der Startschuß – und es bewegte sich erstmal nichts. Da ich leider zu weit hinten stand, dauerte es eine ganze Weile, bis ich einigermaßen frei fahren konnte. Das war aber nicht weiter schlimm, denn ich wollte eine gemütliche Radtour machen, kein Rennen fahren. Es war sowieso besondere Vorsicht angebracht, da viele Radtouristen nicht gewöhnt sind, im Pulk zu fahren. Man muß also ständig mit plötzlichen Spurwechseln, bremsenden Vorderleuten u.s.w. rechnen. Ärgerlich war nur, daß am ersten echten Berg die Mehrzahl der Radler in Kolonnen nebeneinander schiebend die gesamte Straßenbreite verstopfte. Hier wäre etwas mehr Rücksicht auf leistungsstärkere Fahrer, die auch schwere Steigungen durchfahren können und wollen, angebracht. So kam ich kaum auf einen 18er Schnitt, als ich die erste Verpflegungsstation erreichte.

Verpflegung in Kreischa

Die Versorgung der Aktiven war sehr gut und lief reibungslos ab, so daß niemand lange warten mußte. Ich stärkte mich nur kurz, plauderte mit einem Sportfreund aus meinem Laufsportverein und schon ging es weiter. Ich wollte ja noch etwas Zeit aufholen.

In der Folge konnte man nun relativ frei fahren und in der zweiten Hälfte war sogar ein 30er Schnitt möglich. Dazu motivierten einen auch die leistungsstärkeren Fahrer, die über die 125 km gestartet waren und hier auf unsere Runde trafen. So konnte man sich immer wieder an zügige Kolonnen anhängen, ganz nebenbei den Schnitt noch auf knapp 23km/h steigern und kam eh man sich versah wieder auf dem Theaterplatz an. Dort nahm ich nur schnell meine Medaille in empfang und lenkte den Drahtesel wieder Richtung Osten. 3h45 und 85 km später traf ich so bester Laune wieder zuhause ein.

Mir hat diese Tour wirklich großen Spaß gemacht. Ich werde diesen Sommer sicher noch häufiger eine längere Runde drehen. Und nächstes Jahr bin ich ganz bestimmt wieder dabei, wenn die SZ zum 14. Fahrradfest einlädt.

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